Körner: SPD findet im Stadtrat kaum Gehör

Eine Busreise nach Polen war für viele Mitglieder des SPD-Ortsvereins Wickendorf der Höhepunkt im vergangenen Jahr. Wie Vorsitzender Harald Fehn in der Hauptversammlung ausführte, seien die Teilnehmer vom Nachbarland angenehm überrascht gewesen.
Politisch sei das wahlfreie Jahr etwas ruhiger verlaufen. Fehn meinte, dass die SPD mit Bürgermeister Norbert Gräbner einen erfahrenen Kommunalpolitiker ins Rennen um den Landratssessel schicke.
In Teuschnitz selbst laufe vieles "nicht besonders gut". So habe sich im Stadtrat keine Mehrheit für eine Rechts-vor-links-Regelung und eine Tempo-30-Zone in Wickendorf gefunden. Für ihn sei das Abstimmungsergebnis der Beweis, "dass die Mehrheitsfraktion nur wenig von Verkehrssicherheit hält."
Für Urnengräber und namenlose Bestattung in Wickendorf liegt laut Vorsitzendem seit Jahren ein entsprechender Stadtratsbeschluss vor. Trotz mehrerer Nachfragen auf Vollzug tue sich bis dato absolut nichts. Ein Skandal sei es, dass Zuschüsse für Kinder gekürzt wurden, auf der anderen Seite gönne man sich 14 Hinweisschilder für den Kräutergarten für weit über 20 000 Euro.
Leider, so Fehn, sehe die schweigende Mehrheit der Bürger das Arnikaprojekt in der jetzigen Größe und mit den weiteren Planungen als sehr gewagt an. Stadtrat Christof Körner meinte hierzu, dass man im Stadtrat kaum Gehör finde. In punkto Feuerwehrauto für Teuschnitz führte er aus, dass dieses aufgrund der Haushaltslage 2015 nicht angeschafft werden konnte. Ziel sei nun, es 2017 zu bestellen. "Leider müssen wir in die fast 30 Jahre alten Fahrzeuge nochmals Geld stecken", so Körner.
Sein Stadtratskollege Mario Stingl monierte, dass die Stadt schon seit einigen Jahren die Kosten für das ehemalige Gasthaus "Schwarzes Kreuz" trage, für das es kein Nutzungskonzept gebe.
Auch bedauerte er den "nicht besonders guten" Umgangston im Stadtrat, der mitunter in persönlichen Angriffen oder Beleidigungen gipfele.
Kassenverwalter Bruno Förtsch zeigte einen sparsamen Umgang mit den Parteigeldern auf.
Phillip Vetter und Alexander Fehn bestätigten ihm eine tadellose Buchführung.

(Quelle: www.infranken.de)