Licht und Schatten bei der SPD

Der Wickendorfer Ortsverein zieht Bilanz. Und die fällt nicht nur aufgrund der Ergebnisse bei der Kommunalwahl nur bedingt positiv aus. Mitglieder des SPD Ortsvereins Wickendorf haben das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Breiten Raum nahm dabei die Kommunalwahl ein. Dabei habe im März Christof Körner sein Ergebnis um zwei Prozent verbessern können, im Rat verlor man jedoch einen Sitz. Vorsitzender Harald Fehn ging in seinem Jahresbericht aber auch auf die verschiedenen Veranstaltungen des abgelaufenen Jahres ein: Neben politischen Terminen kamen auch gesellschaftliche Veranstaltungen nicht zu kurz. Die Busfahrt ins Zillertal und die Seniorenfahrt mit dem VdK und der AWO nach Jena seien gelungen und gut angenommen worden. Auch das Familienfest im Advent sei sehr gut besucht gewesen, so Fehn. Bei den Kommunalwahlen verlor man einen Sitz, was mit der neuen Wahlberechnung (Niemeyer), die die kleinen Gruppen bevorteile, zu erklären sei. Die SPD habe die meisten Stimmen für einen Sitz (2702 die CSU 2209, Freie Wähler 1819 und Frauenliste 1925) benötigt. Ein weiterer Schwachpunkt sei gewesen, die Listenplätze nicht auszuschöpfen. Dies habe zwangsläufig zu weniger Stimmen geführt. Christof Körner konnte sein Ergebnis verbessern, was jedoch bei Weitem nicht reichte.

Als wichtige Errungenschaft für Arbeitnehmer sei die von der SPD durchgesetzte Rente mit 63 sowie der ab Januar gültige Mindestlohn zu werten. Die Rente mit 63 sei kein Geschenk, sondern eine Wertschätzung der Menschen, die 45 Jahre gearbeitet und Beiträge gezahlt hätten. Die neue Verkehrsregelung für Wickendorf, Aufhebung der Vorfahrtsberechtigung der Ortsdurchfahrt und Einführung der Rechts-vor-Links-Regelung im gesamten Ortsbereich, habe die Einführung einer Tempo-30-Zone dringend nötig gemacht. Hier sei die Bevölkerung leider mit unsinnigen Aussagen verunsichert worden. Leider habe die SPD nicht verhindern können, dass die Schulsportanlagen abgerissen wurden. Das geplante Bürgerbegehren dazu hätte man nicht verwirklicht. Die Androhung, dass Fördergelder verloren gehen würden, falls 2014 noch kein Baubeginn vorliege, sei Panikmache gewesen. Das Jahr sei um, ein Baubeginn ist noch lange nicht in Sicht. Mit dem Wechsel des Planungsbüros für den Kräutergarten wurden einige Tausend Euro in den Sand gesetzt.

Stadtrat Mario Stingl zeigte sich erfreut über die erneute Bedarfszuweisung in Höhe von 800 000 Euro. Endlich komme der Freistaat seinen Finanzierungspflichten nach. Stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Gabi Schülein ging auf die Schul- und Verkehrspolitik im Landkreis ein. Es sei wichtig, im Norden einen Standort für eine weiterführende Schule zu etablieren und bis dahin die Schülerbeförderung zu verbessern. Zur Landratswahl 2016 sei man seitens der SPD dabei, die Weichen zu stellen, um einen Kandidaten bzw. eine Kandidatin zu präsentieren. Kassenverwalter Bruno Förtsch gab einen ausführlichen Kassenbericht, der einen sparsamen Umgang mit den Parteigeldern aufzeigte. Dem Kassierer wurde von der Revision durch Wolfgang Hofmann und Alexander Fehn eine tadellose Kassenführung bestätigt. Auch Schriftführer Alexander Fehn brachte das vergangene Jahr noch einmal in Erinnerung. Bei den satzungsgemäßen Neuwahlen wurde der bisherige Vorstand bestätigt: Vorsitzender Harald Fehn, 2. Vorsitzende Claudia Neubauer, Kassier Bruno Förtsch, Schriftführer Alexander Fehn, Revisoren und Beisitzer Wolfgang Hofmann und Renate Rech, Delegierte Harald Fehn, Phillip Vetter, Bruno Förtsch und Alexander Fehn.

Quelle: Neue Presse, Harald Fehn