Museumstour im Frankenwald

„Warum in die Ferne schweifen, wenn das Glück so nahe liegt?“ Diesen alten Wahlspruch machten sich die Senioren aus Wickendorf und Marienroth zu eigen, indem sie drei Museen des Frankenwaldes besuchten: das Tropenhaus in Kleintettau, das Schiefermuseum in Ludwigsstadt und das Grenzbahnhof-Museum Probstzella. Im Tropenhaus in Kleintettau werden in einer klimatisch rauen Region subtropische und tropische Früchte und Süßwasser- Fische in Bio-Qualität produziert. 2011 entstand das Tropenhaus unter dem Namen“ Klein-Eden auf 3.500 m² Fläche. Die Firma Heinz-Glas GmbH hat den Bau der Tropenhauses angeregt und mit finanziert. Die anfallende Wärme der Glashütte wird ins Tropenhaus geleitet. Das Ziel von Klein-Eden ist es, intelligente ökologische Kreisläufe in nachhaltigen Wirtschaften erlebbar zu machen.
Im Schiefermuseum in Ludwigsstadt wurden die Arbeitsabläufe in der Schieferverarbeitung dargestellt. Das Gestein prägte den Landstrich maßgebend. Denn Schieferbrüche, Halten und Gruben gaben der Landschaft, schieferverkleidete Häuser in Dörfern und Städten der Gegend ein eigenes Gesicht. Auch das Leben der Menschen hat der Schiefer hier im Herzen der Thüringer-Fränkischen Schieferbrüche über Generationen geprägt: Ein Leben lang harte Arbeit, das karg und mühsam und oft auch viel zu kurz war. Denn der Schiefer brachte Familien zwar Lohn und Brot, doch die Arbeit war hart. Viele Schieferarbeiter starben früh an der typischen Staublungenkrankheit.
Das Grenzbahnhof-Museum Probstzella befindet sich auf halber Strecke zwischen München und Berlin im alten Bahnhofsgebäude. Probstzella war von 1949 bis 1990 eine DDR-Grenzstation. Rund zwanzig Millionen Menschen wurden hier kontrolliert und teilweise gedemütigt. Die Senioren waren begeistert von der informativen Tour durch die drei Geschichtsstätten.

Text: Neue Presse
Bild: Rudi Fiedler