Pfarrgemeinderatswahl - Wir suchen noch Kandidaten

Liebe Pfarrgemeinde,

am 16. Februar 2014 finden bayernweit die Pfarrgemeinderatswahlen statt. Zunächst möchte ich dem alten Pfarrgemeinderat, den es in seiner Zusammensetzung nicht mehr geben wird, für seine geleistete Arbeit und gute Zusammenarbeit danken.

Kirche sein heißt: „dabei sein“. Man sagt: „Dabei sein ist alles“. Dies gilt nicht nur für den Sport, sondern auch für die Kirche. Dabei sein bei allem, was die Menschen beschäftigt – wenn Feste gefeiert werden, wenn Trost gesucht wird und wenn Hilfe gebraucht wird. Dabei sein – jeder mit seinen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen, mit seinem ihm eigenen Wesen, offen zu sein für andere Menschen, sich berühren und bewegen lassen. „Stellt Euch Gott zur Verfügung…“ fordert der Apostel Paulus in seinem Brief an die Römer (6, 12-18).

Unsere Kuratie sucht Frauen und Männer, Junge und Alte, die sich mit neuen Ideen und auch mit Ihrer Erfahrung zur Verfügung stellen, die Verantwortung übernehmen. Die vielfältigen Aufgaben in unserer Pfarrei werden leichter, wenn sie auf viele Schultern verteilt werden. Für alle Talente und Begabungen gibt es die entsprechenden Aufgaben, und jede Aufgabe ist gleich wertvoll und wichtig. Und eines, so denke ich, darf man nicht vergessen: Gott geht mit uns auf dem Weg, er hilft uns dabei, die Aufgaben zu lösen und zu bewältigen.
Und keine Angst, es gibt kein "Lebenslänglich" sondern nur vier Jahre. Wir alle sind miteinander Kirche und unseren Auftrag als Getaufte und Gefirmte sollten wir ernst neh-men.

Liebe Pfarrgemeinde,
wenn Sie aktiv in unserer Pfarrei mitarbeiten wollen, das Pfarrleben bereichern wollen, dann stellen Sie sich als Kandidat zur Verfügung. Wenn ich nun jemanden angesprochen habe, dann melden Sie sich bis zum kommenden Wochenende bei Silvia Martin, Thomas Förtsch, Dominik Fehn oder bei mir, damit der Kandidat auf die Liste gesetzt werden kann.

Wählbar (als Kandidat) sind alle katholischen Mitglieder unserer Pfarrgemeinde, die am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet und ihrer Kandidatur schriftlich zugestimmt haben. Wahlberechtigt (als Wähler) sind alle Katholikinnen und Katholiken, die gefirmt sind, unabhängig vom Lebensalter. Wer (noch) nicht gefirmt ist, kann ab dem 14. Lebensjahr zur Wahl gehen.

Die Kirche soll von allen Gläubigen getragen werden. Je mehr sich daran beteiligen, desto besser. Ob nun als Kandidat oder als Wähler. Deshalb mein Apell an Sie: Machen Sie von Ihrem Stimmrecht Gebrauch! Für die Mitglieder des Pfarrgemeinderates ist es wichtig zu spüren, dass sie vom Vertrauen der Gläubigen getragen sind.

Die Pfarrgemeinderatswahl steht unter dem Motto „Meine Stimme. Für Gott und die Welt“.
Unsere Stimme erheben: Mit der Stimme reden und kommunizieren wir, wir bringen mit ihr zum Ausdruck, was uns wichtig ist, was wir erlebt haben und was wir von anderen erwarten. Unsere Stimme erklingt, wenn wir singen, sie erfüllt den Raum und schafft eine stimmungsvolle Atmosphäre. Wir erheben unsere Stimme, um uns (lautstark) für unsere Überzeugungen einzusetzen – für unseren Glauben, für Gott, für andere Menschen, für die Gemeinschaft.

Die Stimme Gottes hören:
Als Christen glauben wir an einen Gott, der sich den Menschen mitteilt, der in Beziehung mit ihnen tritt, der sie in die Nachfolge ruft. Viele biblische Berufungsgeschichten handeln von der Stimme Gottes. Nicht selten sind es die Unerfahrenen und Laien, die Gott ruft und auf die er seine Hoffnung setzt. Gott ruft sie, damit sie frischen Wind und Farbe in ein starr gewordenes System bringen und sich für das Wohl der Menschen und der Welt einsetzen.

Also, liebe Pfarrgemeinde machen Sie mit und sagen Sie „Meine Stimme. Für Gott und die Welt“. Ich freue mich auf viele Kandidaten.

Uwe Thoma, Vorsitzender des Wahlausschusses