Neujahrsempfang des Erzbischofs

Kirchenpfleger Matthias Beetz und die Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates, Uwe Thoma und Silvia Martin, nahmen am Neujahrsempfang des Erzbischofs Ludwig Schick in Bamberg teil. Auch aus den anderen Pfarrgemeinden waren die Räte der Einladung des Erzbischofs gefolgt. Nachfolgend der Pressetext zur Veranstaltung.

Bamberg. (bbk). Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat eindringlich dazu aufgerufen den Bamberger Dom und die Kirchen als Orte christlichen Lebens und Glaubens heute und in Zukunft zu erhalten. Er erteile allen Gedankenspielen an eine anderweitige Verwendung des Doms eine klare Absage, sagte der Bamberger Oberhirte bei seinem Neujahrsempfang am Samstag (14.01.12). „Unser Dom soll erhalten bleiben als Bauwerk romanisch-gotischer Kunst und als Kirche für den christlichen Glauben.“
Auch von den anderen rund 800 Kirchen und Kapellen im Erzbistum Bamberg sollten keine abgerissen, umgewidmet oder zweckentfremdet werden, sagte Erzbischof Schick. Das Domjubiläum solle dazu anregen Kirche aus lebendigen Steinen aufzubauen. „Als Christen dürfen und müssen wir mehr Zusammengehörigkeit und mehr Eifer in Verkündigung, im Gottesdienst und gesellschaftlichen Einsatz entwickeln. Wir sollen in diesem Jahr heiliger, authentischer und aktiver Kirche werden!“
Erzbischof Schick rief zudem zu einer ethisch-moralischen Erneuerung der Gesellschaft auf: „Was sind überhaupt Reiche, wenn die Gerechtigkeit fehlt, anderes als große Räuberbanden“, zitierte der Bamberger Oberhirte den heiligen Augustinus. Der Bamberger Oberhirte betonte die Bedeutung von Vertrauen, Ehrlichkeit, Treue, Achtung und Wertschätzung. „Die Kardinaltugenden und die Sekundärtugenden zu predigen und die Voraussetzungen für jedes Staatswesen zu schaffen, dafür ist die Kirche wichtig.“
Der Bamberger Erzbischof begrüßte als Festredner Professor Dethard von Winterfeld, der sich seit Jahrzehnten wissenschaftlich mit dem Bamberger Dom auseinandersetzt. Auch wenn der jetzige Dom aus dem Jahr 1237 stamme, so sei es doch legitim, das 1000-jährige Domjubiläum zu feiern, sagte von Winterfeld. Schließlich sei die Bamberger Bischofskirche seit einem Jahrtausend ein Ort des „immerwährenden Gebets“.
Von Anfang an sei die Bamberger Kathedrale als Bischofskirche geplant gewesen. Hier werde weiterhin die Liturgie gefeiert, auch wenn sich diese im Laufe der Jahrhunderte gewandelt habe. Der Dom sei in der Bamberger Altstadt vertraut, in den Glasfassaden der heutigen Architektur von Frankfurt oder Berlin würde er wohl wie ein Fremdling wirken.
Das 1000-jährige Domjubiläum jährt sich am 6. Mai 2012. Der erste Bamberger Dom wurde vom damaligen König Heinrich II. und seiner Gemahlin Kunigunde initiiert. Wenige Jahre zuvor, an Allerheiligen 1007, wurde das Bistum Bamberg gegründet.
Am Neujahrsempfang nahmen rund 1300 Personen aus Politik, Kirche und Gesellschaft teil, darunter auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann, zahlreiche Abgeordnete aus dem Bundestag und dem bayerischen Landtag.

Quelle: Erzbischöfliches Ordinariat Bamberg