7.247 Stunden für die Musik aufgebracht

Die Wickendorfer Musikanten konnten bei der Jahreshauptversammlung im Musikhaus auf ein erfolgreiches und zeitaufwendiges Jahres zurückblicken. Vorsitzender Heinz Heinlein berichtete von 25 Zeltauftritten in der Saison 2016. Besonders freute er sich, dass die erstmaligen Auftritte auf dem Schützenfest in Lichtenfels und das Brauereifest der Franken Bräu in Neundorf wieder Einzug in den Terminplan 2017 gefunden haben. Als vollen Erfolg bezeichnete Heinlein die zwei Gigs auf dem Kronacher Freischießen: „Man brachte den Schützenstadl zwei Tage zum Beben“. Das weit über den Landkreis hinaus bekannte Brückenfest habe mit dem Besuch vieler junger Leute bestätigt, dass man ein gutes musikalisches Programm biete. Seinen Dank richtete er diesbezüglich an die vielen Helfer, ohne die das Fest nicht zu bewältigen wäre. Neben der Feuerwehr dankte er besonders der Familie Martin für die Nutzung des Festplatzes und Holger Heinlein für die Maschineneinsätze. Das Oktoberfest in Paffrath (Bergisch-Gladbach) war wie alle Jahre ausverkauft und so sorge man bereits zum neunten Mal für tolle Stimmung. Auf Wunsch der Paffrather Musikfreunde habe man einen Tag verlängert und saß in geselliger Runde beim Abendessen und war mit Spaß und Gesang bis Mitternacht gut drauf. Beim Ausflug nach Köln habe man zu Fuß die Altstadt erkundet, den Dom besichtigt und sei an vielen Denkmälern und Sehenswürdigkeiten vorbeigelaufen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit den Paffrathern fuhren die Musiker gut gelaunt in den Frankenwald zurück. Die Verbundenheit der Paffrather mit den Wickendorfer Musikanten zeige sich auch, dass sie jährlich zum Brückenfest anreisen.
Aus Platzgründen stand die Überlegung im Raum, eine Lagerhalle für den Anhänger, Dekomaterial und den Biertischgarnituren zu bauen. Allerdings habe man nun eine gute Lösung mit der Anmietung von ca. 100 m² in einer Halle des ehemaligen Sägewerkes. Dort wurden neben den vielen Auftritten auch etliche Arbeitsstunden geleistet. Heinlein dankte allen, die beim Einbau der Trennwände und Regale geholfen und Material gespendet haben. Auch wurde am Musikhaus ein Windschutz in Eigenregie angebracht. Der Vorsitzende sagte stolz, dass man mit den vielen Auftritten auch investieren könne und so wurde eine neue Musikanlage angeschafft, um auch bei größeren Veranstaltungen einen optimalen Sound zu gewährleisten. Als weitere Anschaffungen sind noch Mikros, Kabel und Notenpultleuchten geplant. Seinen Dank richtete Heinlein auch an Dirigent Markus Hofmann, der sich für die Ausbildung der zehn Jungmusiker verantwortlich zeige. Ebenso dankte er „Lichtermoo“ Thomas Röschenthaler, der sich aus dem aktiven Dienst zurückzieht. Seine Lichteffekte haben zum Gelingen der Auftritte beigetragen. Nun sei man auf der Suche nach einem Nachfolger.

Beisitzer Uwe Thoma verlas in Stellvertretung für den erkrankten Schriftführer die Protokolle und berichtete vom Vereinsgeschehen. Einen detaillierten Kassenbericht mit geordneten Finanzen gab Kassier Hubert Martin ab. Ihm wurde von den Kassenprüfern Josef Förtsch und Adelbert Wachter eine einwandfreie und gewissenhafte Kassenführung bescheinigt.

Das musikalische Jahr 2016 sei mit noch nie da gewesenen 7.247 Einsatzstunden das zeitaufwendigste gewesen, so Dirigent Markus Hofmann. Für dieses Arbeitspensum dankte er allen aktiven Musikern und Technikern. Den Frauen der Musiker, sowie den Freunden der Musikerinnen dankte er besonders: „Ihr unterstützt uns, ihr steht an unserer Seite bei allen Anlässen, die wir mit unserem Hobby verbinden. Das ist nicht selbstverständlich und wir wissen, dass vieles nicht möglich wäre ohne euer Dasein und Mitwirken.“ Auch die Nachwuchsmusikanten „Die jungen Wickendorfer“, hatten einige Auftritte und waren viele Stunden bei theoretischen und praktischen Unterricht im Musikhaus fleißig. Erfreut zeigte sich der musikalische Leiter, dass Michelle Suffa das Juniorabzeichen an der Klarinette mit Bravur und besonderer Auszeichnung gemeistert hat und nun in den finalen Vorbereitungen zum Abzeichen in Bronze steckt. Luca Martin, der von der Trompete zum Bariton wechselte, trage nun sein zweites bronzenes Abzeichen und auch Helena Hebentanz (Klarinette) meisterte ebenfalls mit Bravur und besonderer Auszeichnung das bronzene Abzeichen. Stolz kann auch Klarinettistin Johanna Hebentanz sein, denn sie darf sich mit dem silbernen Leistungsabzeichen schmücken.

Mit dem Blick auf die kommende Saison sagte Hofmann, dass man mit Simon Porzelt (Gitarre) und Simon Drews (Trompete) zwei neue Musiker in die Stammkapelle integrieren könne. Die aktive Mannschaft bat er, sich den Samstagabend für die Musikproben freizuhalten. Der Terminplan sei schon wieder prall gefüllt und beginne relativ früh. Deshalb appellierte er an die Musiker sich intensiv mit den neuen Stücken auseinanderzusetzen. Seinen Dank richtete der Dirigent an seinen Stellvertreter Florian Beetz, der sich in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik in Würzburg für den theoretischen Unterricht der Jungmusiker verantwortlich zeige.

Text: Uwe Thoma